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Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Mannheim haben das Friedenslicht in die Quadratestadt gebracht.
Am dritten Advendts sonntag machten sich Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg auf den Weg nach Karlsruhe um das Friedenslicht von der Aussendungsfeier für die Diözese Freiburg in der Heilig-Geist-Kirche in Karlsruhe zu holen.
Angezündet hatte das Licht der 13-jährigen Simon-Binder aus Linz (Österreich). Er war am 21. November nach Betlehem aufgebrochen wo die Flamme des Friedens in der Geburtsgrotte Jesu entzündet wurde. Der Österreichsiche Rundfunk, der diesen Brauch ins Leben gerufen hatte, brachte das Licht dann nach Wien.
Am Vorabend des dritten Advent trafen sich die Vertreter der Pfadfinderverbände aus ganz Europa in Wien und brachten im Lauf der Nacht und des nächsten Tages das Friedenslicht in viele Städte Europas, so auch nach Karlsruhe.
In Karlsruhe fand die zentrale Aussendungsfeier für die Diözese Freiburg statt. Im Rahmen eines ökumensichen Gottesdienstes wurden dieses Jahr vor allem Mauern thematisiert. So z.B. die (ehemalige) Mauer in Berlin, die Mauer zwischen Nord- und Südkorea und die Mauer die Israelis und Palästinenser trennt. Während die Mauer in Berlin vor 20 Jahren überwunden werden konnte, trennen die anderen Mauern noch immer Menschen. Veranschaulicht wurde dies durch die perönlichen Berichte zweier Frauen, eine wuchs in Sachsen auf und erlebte die Berliner Mauer zunächst als unüberwindbare Barriere - später aber auch wie sie fiel. Die andere berichtete über die persönlichen Erfahrungen mit der Trennung von Nord- und Südkorea.
Schließlich wurde das Friedenslicht an alle angereisten Delegationen verteilt und die Mannheimer machten sich auf den Heimweg denn am 17:00 Uhr sollte das Licht auf dem Paradeplatz weitergegeben werden. Es waren Vertreter der Pfadfinderstämme, Vertreter von katholischen und evangelischen Pfarreien und viele Interessierte sogar aus Oggersheim und Sinsheim gekommen.
Der weitere Weg fühte die Gruppe dann in die St. Hedwigsklinik, wo sich die Ordensschwestern jedes Jahr freuen, dass ihnen das Licht in ihre Kapelle gebracht wird. Nach einem gemeinsamen Lied führte der Weg weiter durch die Mannheimer Innenstadt in die Jüdische Synagoge, wo Frau Altgenug sich im Namen des Vorstands der Gemeinde herzlich für das Friedenszeichen bedankte. Dass das Friedenslicht von den Pfadfindern der Jüdischen Gemeinde gebracht wird ist inzwischen schon eine schöne Tradition geworden.
Neu war in diesem Jahr, dass das Licht in die Yavuz Sultan Selim Moschee gebracht wurde. Seher Karasu vom Jugendvorstand der DITIB Jugend begrüßte die Überbringer des Friedenslicht herzlich und
Bilal Dönmez vom Vorstand der Moschee lud alle zu einem heißen Getränk ein - des war bei dem kalten Wetter sehr willkommen. Nachdem alle Finger und Füße wieder aufgetaut waren wurde das Friedenslicht übergeben und am Brunnen für die rituelle Waschung aufgestellt. Mohamed Alboga führte dann noch durch die Moschee und erklärte die verschiedenen Elemente einer Moschee und wie ein Moslem in der Moschee betet. Mit einer Demonstration des Rufes zum Gebet wurden die Pfadfinder schließlich verabschiedet, verbunden mit der Einladung spätestens im nächsten Jahr wieder mit dem Friedenslicht in die Moschee zu kommen. Das sagten die Pfadfinder gerne zu - vielleicht ergibt sich ja auch schon früher eine Möglichkeit den Kontakt aufrecht zu erhalten.
Durch die Mitgliedschaft im Stadtjugendring sind die muslimischen, jüdischen und christlichen Jugendverbände im Kontakt zueinander und zu allen anderen Jugendverbänden in Mannheim.
Weitere Informationen zum Friedenslicht
- Bilder von unserer Fahrt nach Karlsruhe und der Aussendung des Lichts in Mannheim
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