Unser Imkereiprojekt von 1993 bis 1997
oder
wie können
Jugendgruppen ihre Mitgliederzahl auf über 100.000 erhöhen?
Wir hatten mal zu Beginn unserer Arbeit im Stamm einen Imker
besucht und ihm bei der Arbeit zugesehen. Natürlich hat er uns auch Einblick in
ein Bienenvolk gewährt und Honig schlecken lassen. Irgendwann damals entstand
die Idee, im Pfadfinderstamm eigene Bienenvölker zu halten. Zumal uns der Imker
angeboten hatte, uns zwei Völker billig abzugeben. Dann kamen wir auch an eine
alte, aber saubere, handkurbelbetriebene Wabenschleuder. 1993 haben wir dann
zwei Völker samt den dazugehörenden Magazinbeuten (so heissen die Kästen, in
denen die Waben hängen und die Bienen wohnen) gekauft und auf einem
Privatgelände am Waldrand aufgestellt.
Natürlich hatten wir
nicht die geringste Ahnung von Bienenhaltung. Ausserdem darf man keinen Honig
verkaufen, wenn man nicht Mitglied in einem Imkerverein ist. Also meldeten Klaus
und ich (Fröschel) uns im Namen des Stammes im Ortsverein des Deutschen
Imkerbundes an. Unser Imkervater trichterte uns das erste Wissen ein.
Die
Ausrüstung bekamen wir von Mitgliedern des Imkervereins und manches kauften wir.
Unsere Grundausstattung sah wie folgt aus:
- Zwei Magazinbeuten aus Holz, Format Deutsch-normal (das ist das
Wabenrahmen- Maß; es gibt noch zig andere) mit Boden und Deckel, jeder Kasten
dreiteilig.
- Für die 6 Magazine der beiden Beuten je 10 Rähmchen im Format Deutsch-
Normal
- eine Honigschleuder
- eine Entdeckelungsgabel (damit schabt man die Wachsdeckel von den
Honigwabenzellen ab)
- Schutzanzüge und Handschuhe
- einen Wabenheber, den sogenannten Stockmeissel
- einen Rauchbläser
- mehrere Eimer, einen Hobbock (ein großer Honigeimer mit Zapfhahn)
- ein Honig- Doppelsieb
- ein paar Paletten Honiggläser
- einen Drahtlöter incl. Wabendraht (damit spannt man über die Rähmchen ein
Drahtgerüst. Auf dieses werden Bienenwachsplatten gelegt und mittels des
Löters, der den Draht erhitzt, in den Draht eingeschmolzen)
- Mittelwände (das sind vorgefertigte Bienenwachsplatten mit eingestanztem
Bienenwaben- Muster; diese Platten erleichtern den Bienen den Zellenbau und
verhindern den sogenannten "Wildbau" durch die Bienen.)
- einen Wabenbesen (zum Abkehren der Bienen von Waben)
- Bücher, Bücher, Bücher
Für Anfänger empfehlen wir folgende
Bücher:
- Lieselotte Gettert: Mein Bienenjahr (unser Favorit!), Ulmer Verlag, ISBN
3-8001-7243-7
- Edmund Herold/ Karl Weiß: Neue Imkerschule, Verlag Ehrenwirth, ISBN
3-431-02739-3
- Karl Weiß: Der Wochenend- Imker, Verlag Ehrenwirth, ISBN
3-431-02275-8
- Franz Lampeitl: Bienen halten, Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-7075-2
Aber jetzt auf zum Bienenstock!