GEGRÜNDET
Am 12.11.1995 in Verden a. d. Aller, Sachsenhain
EINGETRAGEN
Unter Nr. VR 2022 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Siegburg.
ANERKANNT
als gemeinnütziger Verein durch das Finanzamt Siegburg wegen Förderung der Erziehung, Jugendbildung und Volksbildung. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar. Das gilt auch für Sachspenden. Wir sind berechtigt, entsprechende Zuwendungsbestätigungen auszustellen.
UNABHÄNGIG
sind wir. Ein "überbündisches" Projekt. Keinem Bund, Verband oder einer pfadfinderischen Richtung verpflichtet. Daher zur Zusammenarbeit mit allen pfadfinderischen Gemeinschaften und Einzelpersonen bereit. Ebenso mit den in den meisten Ländern bereits bestehenden Pfadfindermuseen und Archiven.
Anlass unserer GRÜNDUNG
war die Übergabe der Archivalien aus dem ZAP Nordenham als Depositum des VDAPG an das Archiv der Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein. Für die bis dahin im ZAP auch gesammelten Gegenstände (u. a. Fahnen, Wimpel, Kluften, Trachten, Abzeichen, Tonträger...) und zur Fortführung dieser Sammlung musste ein Trägerverein gegründet werden, diese Gegenstände zu pflegen, auszustellen, der Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und eine dauerhafte "Bleibe" zu finden.
Ein Museum mit Geschichtswerkstatt hat eine andere Aufgabe als ein Archiv.
MUSEUM, was ist das?
Hierzu aus dem Staatslexikon, Herder-Verlag, 1985:
"Ein Museum enthält Kulturgut, das durch entsprechende Maßnahmen vor dem Verfall bewahrt wird. Der Begriff "Kulturgut" ist stets auf ein Museum anwendbar, unabhängig davon, mit welchen Gegenständen sich das Museum jeweils befasst."
AUFGABEN DES MUSEUMS sind zum Beispiel:
- DAS SAMMELN. Ohne Sammlung kein Museum !
- DAS ERHALTEN.
- DIE wissenschaftliche BEARBEITUNG. Sie beginnt mit der Aufnahme des Objektes in die Sammlung, d. h. mit der Inventarisierung. Das Objekt muss richtig angesprochen und beschrieben werden um es einzuordnen und wieder auffindbar zu machen. Diese Dokumentation zu den Objekten ist daher ein außerordentlich wichtiger Teil der Museumstätigkeit.
- DAS AUSSTELLEN. Aus dem Museumsfundus (Sammlung, Magazin) werden Gegenstände ausgewählt, z.B. danach, ob sie für einen gewissen Sachverhalt exemplarisch sein können um in einem bestimmten Zusammenhang für die Öffentlichkeit in der Schausammlung zugäng- lich gemacht zu werden. Hier folgt man meist thematischen Leitlinien. Hinzu treten Informa-tionen: Beschriftungen am Objekt, Schautafeln, Führungsblätter, Kataloge und auch audio- visuelle Medien. Ferner gibt es Wanderausstellungen oder anlassbezogene Ausstellungen an einem anderen Ort.
- BILDUNG und ERZIEHUNG durch das MUSEUM. Nach Meinung der Fachleute ist die Anschauung des Originals durch kein noch so perfektes Surrogat zu ersetzen. Das Museum als Anschauungs- und Lernort wird gerade jungen Menschen durch die Museumspädagogik, einem eigenen Zweig der Erziehungswissenschaften, zum Erlebnis.
- MUSEUMSBAUTEN ...
WAS SAMMELN WIR?
1. Gegenstände
- Abzeichen (Stoff, Metall, Leder, Keramik, Plastik, Aufkleber)
- Kluften, Trachten, (Hemden, Jacken, Kostüme, Röcke, Kleider, Hosen),
- Lederhosen (kurz und Kniebund), Wanderschuhe
- Kopfbedeckungen, Koppel, Gürtel, Koppelschlösser
- Halstücher, Halstuchknoten, Halstuchringe
- Fahnen, Wimpel, Fahnenbänder, Kranzschleifen, Fahnenstangen und -spitzen, Wimpelspeere
- Wappen, Wappenschilde, Wappenbriefe, Urkunden
- Siegel und Stempel, Ausweise, Mitgliedsbücher
- Werbematerial, Plaketten, Siegerpreise, Lagergeld, Souvenirs
- Musikinstrumente: Gitarren, Lauten, Balaleikas, Trommeln, Fanfaren, usw.
- Ausrüstungsgegenstände: persönliche wie z. B.: Affe (Tornister), Rucksack, Wolldecke, Schlafsack, Brotbeutel, Feldflasche, Kochgeschirr, Essbesteck, Trinkschale (z.B. halbe Kokosnuss) Tampen (Seil) , Kompass, "Allzeit-Bereit- Päckchen", Beile, Spaten, Poncho, Zeltbahn
- Gruppenausrüstung: Kohten, Jurten, Kohtenkreuz, Hordenpötte, Jurten-Kerzenleuchter, selbst gebastelte Gegenstände (z.B. aus Werk- Arbeitsgemeinschaften), Semaphor- Winkerflaggen, Morse-Apparat, Knotentafel...
2. Bücher, Schriften, Medien (Museumsbibliothek)
die die Gegenstände pädagogisch und historisch in ihrer Bedeutung und Verwendung erschließen und ergänzen und die Arbeit als Geschichtswerkstatt und Seminar erst ermöglichen:
- Bücher: Pfadfinder-Handbücher, auch ausländische, alles über Pfadfindertum, Jugendbewegung, Jugenderziehung, Freizeit-Pädagogik, Jugendverbände, auch HJ und FDJ
- Zeitschriften, Rundbriefe, Kalender, Protokolle von Bundesversammlungen
- Bundesordnungen, Kluft und Abzeichenvorschriften, Probenordnungen, Kataloge der Rüsthäuser der Bünde
- Examensarbeiten, Facharbeiten, Referate, Gilwell- Arbeiten
- Chroniken, Festschriften, Jubiläumsbroschüren, Logbücher von Fahrten, Führerkursen, Dokumentationen, Tagebücher, Ausweise, Teilnehmerhefte von Jamborees, Bundeslagern usw., Urkunden
- Liederbücher, besonders auch handgeschriebene, Liederblätter, Programme von Singewettstreiten
- Plakate (Poster), Graphiken, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Reliefs
- Presseartikel (mit Datum und Titel der Zeitung) über alles was mit Pfadfindern zu tun hat, auch Nachrufe, Todesanzeigen von Pfadfindern
- Pfadfinder-Briefmarken , Ersttagsbriefe, Sonderstempel, Lagerpostkarten
- F O T O G R A F I E N, möglichst mit Negativen, Dias, Foto- Alben
- TONTRÄGER und FILME (Schallplatten, Tonbänder, Audio-Cassetten, CDs, Filme, Videos, DVDs)
- Auch alte Filmvorführgeräte, z.B. 8, Super 8, 16 mm, Tonbandgeräte, Plattenspieler
- Geschlossene Sammlungen einzelner Personen.
WAS KANNST DU TUN?
1. Mitglied werden und durch regelmäßige Beiträge unser Projekt fördern.
Aufnahmeantrag, Satzung usw. auch elektronisch unter www.pfadfindermuseum.de.
2. Mitglieder werben!
Ist Deine Gilde, Dein Stamm, Dein Förderverein schon korporatives Mitglied bei uns ?
3. Spenden! Z.B. bei Jubiläen, runden Geburtstagen statt Geschenke Spenden zugunsten PM von den Gratulanten erbitten. Überweisungsträger stellen wir gern zur Verfügung. Zuwendungen auch testamentarischer Art (Vermächtnis). Auch Spenden vermitteln, Kontakte herstellen.
4. Sammeln! Ohne Sammlung kein Museum ! Sammle für uns alle erreichbaren Unterlagen und Gegenstände. Kontakte zu örtlichen Pfadfindergruppen. Starte einen Aufruf an ehemalige Pfadfinder in der lokalen Presse, in Anzeigenblättern, Material zur Verfügung zu stellen.
5. Aktion MUSEUMSKISTE (siehe www.pfadfindermuseum.de)
6. Stelle Dich als Museumsbeauftragter Deiner Gilde oder Gruppe zur Verfügung, der im Umfeld der Gilde sammelt und recherchiert und als Kontaktperson zur PM- Geschichtswerkstatt fungiert.
7. SUCHE nach Liegenschaften für die Unterbringung der Geschichtswerkstatt und des Museums (Dauerausstellung)
8. MITHILFE bei der Materialerfassung, Inventarisierung, Pflege und ggfs Reparatur von Gegenständen, Vorbereitung von Ausstellungen, Betreuung besonderer Sammlungsgebiete wie z.B. Liederbuchsammlung; Tonträger-Archiv, Dia- Dokumentationen ggfs auch deren Digitalisierung; Pfadfinderbriefmarken; Foto- Archiv; Filme usw. Hier könnt Ihr Eure aus Beruf oder Hobby erworbenen Kenntnisse für unser Projekt einsetzen.
Alle Arbeit in unserer Vereinigung wird ehrenamtlich geleistet.
Wir werden dabei unterstützt und beraten von den Mitgliedern unseres wissenschaftlichen Beirats, dem u. a. Professor Dr. Harald Ludwig, Universität Münster, Dr. Phil. Hans Gerr, Bad Kissingen und der Historiker Dr. Helge Heidemeyer, Berlin, (DPB) angehören.
© Copyright Pfadfinder- Geschichtswerkstatt –PGW- e.V.
Verein zur Errichtung, Unterhaltung und Förderung eines Museums der deutschen Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbewegung
www.pfadfindermuseum.de; Nachrichten an: ewel[at]pfadfindermuseum.de