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Freitag, 22. März 2019
Kindeswohl / Schutz vor sexueller Gewalt
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Geschrieben von: Klaus Kleiner   
Mittwoch, 23. September 2009 um 11:14 Uhr

Das Kindeswohl und der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ist ein Thema das aktuell in vielen Verbänden und Organisationen sowie auf vielen Ebenen disskutiert wird. Auch bei uns Pfadfindern ist es aktuell.

Zielsetzung

kindeswohl_bdkjImmer wieder erfahren wir √ľber die Medien von F√§llen sexualisierter Gewalt. Einige potentielle T√§terinnen oder T√§ter versuchen Leiterinnen oder Leiter in Jugendverb√§nden zu werden, um so leichten Zugang zu m√∂glichen Opfern zu erhalten. Dagegen setzen wir den Ansatz:

  • sensibler zu werden f√ľr Interessen, Bed√ľrfnisse und Grenzen von anderen und Euch selbst (Sensibilisierung),
  • sexualisierte Gewalt leichter zu bemerken und souver√§ner darauf zu reagieren (Intervention) und
  • Kinder und Jugendliche so zu st√§rken, dass sie sich gegen sexuelle √úbergriffe zur Wehr setzen (Pr√§vention).

(vgl. Arbeitshilfe "JaZumNeinSagen")

Diese Seite will einen √úberblick geben, √ľber die Beschl√ľsse innerhalb und au√üerhalb unseres Verbandes, die uns betreffen und die verf√ľgbaren Arbeitshilfen sowie Ansprechpartner auflisten. Wir werden das Thema entsprechend dem Ausbildungskonzept auch in unsere Kurse im Rahmen der Gruppenleiterausbildung integrieren.

Beschl√ľsse

BDKJ Freiburg Diözesanversammlung Juni 2008

Das Theme wird in einem Studienteil eingef√ľhrt und bearbeitet. Auf der BDKJ Di√∂zesanversammlung im M√§rz 2009 soll dann abschlie√üend entschieden werden.

BDKJ Freiburg Diözesanversammlung März 2009

Der BDKJ beschlie√üt die Standards zum Schutz vor sexueller Gewalt in seiner Jugendverabandsarbeit umzusetzen und fordert seine Mitgleidsverb√§nde auf ebenfalls f√ľr eine Umsetzung folgender Punkte zu sorgen:

  1. Einf√ľhrung des Themas in die Gruppenleiterausbildung
  2. Umsetzung der Selbstverpflichtung
  3. Umsetzung der Internetstandards

Infos zur Gruppenleiterausbildung, der Selbstverpflichtung und den Internetstandards weiter unten.

DPSG Diözesanversammlung Juni 2009

Auf der Diözesanversammlung gibt es 3 Abträge zu diesem Themenkomplex.

  • Zun√§chst wurde beschlossen, dass 3 oben genannten Punkte (Integration des Themas in die Gruppenleiterausbildung, die Selbstverpflichtung und die Internetstandards) im Di√∂zesanverband umgesetzt werden.
  • Ein weiterer Antrag betraf den Ausbildungs-Baustein 2d "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: Pr√§vention und Intervention". Dieser Baustein wurde vor einiger Zeit als "Kann- Baustein" neu eingef√ľhrt - jetzt wird er im Di√∂zesanverband verpflichtend.
  • Die Zusammenarbeit der Di√∂zese und der Bezirke, vor allem in Sachen Ausbildung, wird im sogenannten KOOP-Papier geregelt. Dies wird nun angepasst werden.

Damit der Baustein 2d nicht nur in unserer Di√∂zese verpflichtend eingef√ľhrt wird, sondern bundesweit zum Standard der Gruppenleiterausbildung in der DPSG wird, wird die Di√∂zesanleitung mit einem Initiativantrag beauftragt auf der n√§chsten Bundesversammlung einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Materialien der DPSG Bundesebene

Leitbild und Arbeitshilfe

Die DPSG Bundesebene hat einige Unterlagen erstellt, die dort heruntergeladen werden können:

Materialien des BDKJ Freiburg

Vom BDKJ Freiburg wurden eine Reihe Unterlagen erstellt die dort auch heruntergeladen oder als Papier bestellt werden können

Infobrosch√ľre und Internetstandards

Die einf√ľhrende Infobrosch√ľre "Hintergr√ľnde, Standards, Gesetzestexte" gibt einen guten √úberblick √ľber das Thema. Die Internetstandards sind dort auf S. 14 enthalten.

Methodenbausteine

Die Methodenbausteine sind vor allem f√ľr den praktische Einsatz in Gruppenstunden und f√ľr die Ausbildung von Gruppenleitern und Hauptamtlichen gedacht.

Plakatserie

Eine Plakatserie ist ebenfalls verf√ľgbar. Sie ist leider nicht online verf√ľgbar, kann jedoch ebenfalls dort bestellt werden.

Die Selbstverpflichtung

Die Selbstverpflichtung mit ihren 7 Punkten kann den Abschluss einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema darstellen. Es ist nicht so gedacht, dass jetzt alle Leiterrunden mal eben diese Verpflichtung unterschreiben sollen, vielmehr ist uns eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig.

Wir, in der DPSG, empfehlen, dass sich jeder noch einen pers√∂nlichen 8. Punkt formuliert - ganz √§hnlich wie beim Pfadfinderversprechen, wo auch jeder den allgemeinen Teil verspricht und zus√§tzlich noch einen pers√∂nlichen Teil anf√ľgt.

Hintergrund der Selbstverpflichtung ist zunächst, dass Fachleute davon ausgehen, dass potentielle Täter, die sich in Jugendverbände einschleichen wollen von einer Selbstverpflichtung abgeschreckt werden. Wir sehen die Möglichkeit die Selbstverpflichtung als einen methodischen Schritt im Rahmen einer Ausbildungseinheit zu diesem Thema zu nutzen.

Ansprechpartner

Im Di√∂zesanb√ľro der DPSG Freiburg ist unsere Bildungsreferentin Christiane Fackler f√ľr das Thema zust√§ndig. Bald wird es auch eine Expertengruppe geben die bei konkreten Anliegen sowie bei der Durchf√ľhrung von Ausbildungsveranstaltungen (Baustein 2d) unterst√ľtzen kann. Christiane Fackler, 0761¬†5144-178, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! Sie m√ľssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen k√∂nnen.

Im BDKJ gibt es ebenfalls Fachpersonen, die ihr direkt anfragen könnt, die Kontaktdaten gibt es hier.

Und nat√ľrlich k√∂nnt ihr euch immer an uns vom Bezirk wenden, wir helfen euch die richtigen Ansprechpartner f√ľr euer Anliegen zu finden.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. Februar 2011 um 18:04 Uhr
 
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